Osteopathie

Details zur Methode der Osteopathie

Geschichte der Osteopathie

Dr. Andrew Taylor Still D.O. entwickelte diese alternative Medizin in den USA mit dem Ziel vor Augen, die Ursachen von Krankheiten und Dysfunktionen aufzuspüren. Er entdeckte zahlreiche Wechselbeziehungen zwischen dem Muskelskelett-System und der Dynamik der Organe.

Die Osteopathie existiert seit 1874 und Dr. Andrew Taylor Still D.O. gründete 1892 die „American School of Osteopathy“ in Kirksville USA. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann Dr.William Garner Sutherland D.O., Schüler von Dr. Andrew Taylor Still D.O., die osteopathischen Konzepte auf die Schädelsphäre anzuwenden.

Dank Dr. John Martin Littlejohn, ebenfalls ein Schüler von Dr. Andrew Taylor Still D.O., kam 1917 die Osteopathie nach Europa.

Was macht ein Osteopath?

Nach der klassischen Erstuntersuchung (Anamnese) überprüft der Osteopath die zusätzlichen Unterlagen (Röntgenaufnahmen, Kernspintomographie, Laboranalysen etc.) und erkundigt sich, ob der Patient bereits andere Behandlungen erhalten hat und sich noch in weiteren Behandlungen befindet. Auf diese Weise schliesst der Osteopath einen medizinischen Notfall aus und entscheidet, ob er den Patienten evtl. an einen Arzt überweisen muss.

Ein Osteopath ist daran interessiert, die Ursachen von Schmerzen und Dysfunktionen aufzuspüren und zu behandeln.

Die Vorbeugung

Die Prävention ist ein wesentlicher Aspekt der osteopathischen Behandlung. Der Osteopath spürt frühzeitig die Ursachen der Läsionen auf, die – werden sie nicht behandelt – zu Funktionsstörungen führen können, das Immunsystem schwächen und Gleichgewichtsstörungen sowie Schmerzen auslösen.

Die osteoartikuläre Adjustierung

Es handelt sich dabei um eine präzise osteopathische Technik, die methodisch und gewissenhaft vorbereitet und durchgeführt werden muss. Sie ist ein wichtiger Teil der Osteopathie. Der Osteopath bringt die Gelenkflächen sanft und präzise in ihre physiologische Stellung zurück. Ziel ist es, den Anteilen einer Gelenkeinheit wieder eine einwandfreie Beweglichkeit zurückzugeben.

Die Gewebefunktion wird verbessert, indem die physiologischen Funktionen des Gefäss- und Nervensystems wieder hergestellt werden. 

„Die Mobilität der Struktur steuert und bestimmt die Qualität der Funktion.“

Die Normalisierung myofaszialer Verspannungen

Der Osteopath palpiert die Verspannungen in den Muskeln und ihren Hüllen, den Faszien. Diese Verspannungen schränken die Bewegungsfreiheit der Strukturen ein und stören ihre Synergie.

Ziel ist es, das Gleichgewicht in diesen myofaszialen Ketten manuell wieder herzustellen. Dafür gibt es verschiedene, ganz spezifische Methoden, die präzise Indikationen haben.

  • Das GOT (General Osteopathic Treatment) 
  • “Myofascial release” 
  • Isometrische Arbeit und “Muscle Energy” 
  • Befreiung von traumatischen Abdrücken und Stresszuständen im Gewebe, von Spannungen im Bereich der myofaszialen Faserzüge.
  • „Strain-Counterstrain”-Methode zur Lösung von Spasmen

Die viszerale Arbeit

Wird auf viszeralem Niveau interveniert, bekommen wir einen tieferen Einblick in die engen physiologischen Zusammenhänge zwischen dem Muskelskelett-System und den organischen Funktionsstörungen: die somato-viszeralen und viszero-somatischen Wechselbeziehungen. Wir setzen dieses Wissen in praktische Therapie um.

Die Behandlung des Schädels und der kraniosakralen Funktionseinheit

Die Schädelsphäre und die kraniosakrale Funktionseinheit, sowie alle Gewebe des Organismus besitzen eine angeborene Mikrobewegung, die Ausdruck des eigentlichen Lebensprozesses ist. Diese Bewegung manifestiert sich in einem Rhythmus von ca. 12 Zyklen pro Minute und ist vom Herz- und Atemrhythmus unabhängig.

Die propriozeptiven Eigenschaften der Hände des Osteopathen ermöglichen es, diesen Rhythmus zu palpieren und ihn bei Bedarf wieder anzukurbeln.

Ziel dabei ist, Bewegungseinschränkungen in diesen Einheiten zu entfernen, um die vaskulären, nervalen und biologischen Funktionen zu fördern.

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